Russland, die Ukraine, die neue Welt-Unordnung und wir
Mehr als vier Jahre nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine liegt die Hoffnung auf ein gemeinsames europäisches Haus in Trümmern. Ein neuer Eiserner Vorhang trennt Russland vom Rest des Kontinents; als zunehmend totalitäre Diktatur führt das Land Krieg gegen die Ukraine.
Welche Hoffnungen auf einen dauerhaften, gerechten Frieden bestehen? Was ist die Bilanz der Verhandlungen unter Beteiligung der USA? Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Die Frage ist für den Historiker, Außenpolitik- und Russland-Kenner Michael Thumann eine höchst persönliche. Vor 41 Jahren begann sein Studium der osteuropäischen Geschichte; 1986/87 reiste er für Studienaufenthalte erstmals nach Moskau und Leningrad – das heutige St. Petersburg. Als langjähriger Osteuropa-Korrespondent der Wochenzeitung DIE ZEIT hat er Russland und Osteuropa immer wieder bereist. Sein jüngstes Buch, Eisiges Schweigen flussabwärts, erkundet die Ursachen der neuen europäischen Teilung. Am Donnerstag, 26. 3. 2026 um 18:30 stellt er sich den Fragen des Publikums in der Stadtbibliothek Merseburg.